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Kräuter & Gewürze Aloe Vera Wohltuend ...mehr
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Hausmittel bei typischen Beschwerden im Winter Ob Kräutertees, Kneippsche Güsse oder Dampfinhalationen – die Bandbreite an Möglichkeiten der Naturheilkunde ist groß. Schon vor tausenden von Jahren nutzen die Menschen die Heilkräfte der Natur. Durch Hildegard von Bingen, Paracelsus, Samuel Hahnemann und Sebastian Kneipp wurde die Naturheilkunde der westlichen Welt in der näheren Vergangenheit maßgeblich geprägt. Angereichert mit den aktuellen medizinischen Erkenntnissen ist die „grüne Medizin“ ein hilfreiches Mittel zur Selbstmedikation zur Vorbeugung, zur Behandlung bei leichten Erkrankungen und auch zur Unterstützung bei chronischen Beschwerden. Ein großer Vorteil ist die gute Verträglichkeit der Naturheilkunde. Hausmittel: Husten 1. Thymian- Tee Anwendung: Atemwegsentzündungen, Bronchitis, Keuchhusten Wirkung: Krampflösend, schleimlösend, auswurffördernd Anleitung: Ein bis zwei Teelöffel Kraut mit 150 Milliliter heißem, nicht mehr kochendem Wasser übergießen, zugedeckt zehn bis 15 Minuten ziehen lassen und mehrmals eine Tasse trinken. Besonders gut für Kinder geeignet. Risiken: Während Schwangerschaft und Stillzeit nur in Rücksprache mit dem Arzt verwenden. Allergische Reaktionen sind möglich. 2. Kartoffel- Brustwickel Anwendung: (chronische) Bronchitis Wirkung: krampflösend, schleimlösend, auswurffördernd Material: 500 Gramm weich gekochte, ungeschälte Kartoffeln, Brettchen, Innentuch (Leintuch), Zwischentuch und Außentuch (Leintuch- oder Handtuch), Klebestreifen Anleitung: Die Kartoffeln ausdampfen lassen, auf das Innentuch legen und mit dem Brettchen zerdrücken. Die Kartoffeln in das Innentuch einschlagen und mit Klebestreifen fixieren. Die Kartoffelkompresse auf Brust auflegen. Dabei aufpassen, dass sie nicht zu heiß ist und mit dem Zwischen- und Außentuch bedecken. Bettruhe einhalten. Die Kompresse 45 bis 60 Minuten aufliegen lassen. Ein- bis zweimal täglich anwenden. Risiken: Bei aufkommendem Unwohlsein während der Behandlung die Kompresse entfernen. Autor: Carolin Kopp Datum: 27. November 2009
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Hausmittel: Schnupfen, Nasennebenhöhlenentzündungen 1. Inhalation mit Eukalyptusöl Anwendung: Schnupfen, Stirn- und Nasennebenhöhlenentzündungen, Bronchitis Wirkung: Krampflösend, schleimlösend, durchblutungsfördernd, entzündungshemmend, schmerzlindernd Material: Schüssel mit einem Liter heißem, nicht mehr kochendem Wasser, großes Handtuch, Eukalyptus-Öl, Kamillenblüten, Salbeiblätter oder Thymian Anleitung: Zwei- bis drei Öltropfen in die Schüssel geben. Über den Kopf ein großes Handtuch legen und sich so über die Schüssel beugen, dass der Dampf nicht entweicht. Die Augen schließen und den Dampf circa acht bis zehn Minuten ruhig und gleichmäßig einatmen. Anschließend das Gesicht mit warmen Wasser waschen und eventuell mit kaltem Wasser begießen. Danach circa 30 Minuten ausruhen. Bei akuten Erkrankungen zwei- bis dreimal täglich anwenden. Risiken: Eukalyptus-Öl ist für Kinder nicht geeignet.
2. Kräuterkissen mit Kamillenblüten Anwendung: Schnupfen, Stirn- und Nasennebenhöhlenentzündungen Wirkung: Antibakteriell, entzündungshemmend, krampflösend, beruhigend Material: Dünnes Stoffsäckchen oder dünnes Stoff- oder Gazetuch (circa zehn mal 20 Zentimeter), Nadel und Faden, circa vier Esslöffel Kamillenblüten Anleitung: Stoffsäckchen oder Stofftuch gut zur Hälfte mit den Kamillenblüten füllen und zunähen. Vor Gebrauch trocken anwärmen (zum Beispiel auf der Heizung oder einer Wärmflasche), damit sich die ätherischen Öle besser verflüchtigen können. Auf den betroffenen Bereich legen und sich entspannen. Aufliegen lassen, solange das Säckchen warm ist. Mehrmals täglich nach Belieben anwenden. Risiken: bei Überempfindlichkeit gegen Kamille können allergische Reaktionen auftreten. Autor: Carolin Kopp Datum: 27. November 2009
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Hausmittel: Erkältung/grippaler Infekt mit Fieber 1. Holunderblüten- Tee Anwendung: Fieberhafte Erkältungskrankheiten, Fieber Wirkung: Schweißtreibend Anleitung: Eine frische Blütendolde oder zwei bis drei Teelöffel getrocknete Blüten mit 150 Milliliter heißem, nicht mehr kochendem Wasser übergießen, zugedeckt zehn bis 15 Minuten ziehen lassen und mehrmals eine Tasse trinken. Risiken: Blätter, Rinde, unreife Beeren und Samen der reifen Beeren enthalten den leicht giftigen Stoff Sambunigrin. Bei Kindern führt der Verzehr zu Erbrechen, Magenbeschwerden und Durchfall. Die Beeren deshalb nicht roh essen. Durch Erhitzen wird der Giftstoff zerstört und der Verzehr ist unbedenklich. Tipp: zusätzlich bietet sich schwarzer Holunderbeerensaft an: Er enthält reichlich Vitamin C und schmeckt auch Kindern sehr gut. Zweimal täglich ein Glas davon trinken. 2. Wadenwickel Anwendung: Fieberhafte Erkältungskrankheiten, Fieber Wirkung: Wärmeentziehend, entzündungshemmend, schlaffördernd, schmerzlindernd, blutdrucksenkend, herzentlastend, beruhigend Material: Innentuch (Leintuch), Zwischentuch (Lein- oder Handtuch), Außentuch (Wollsocken oder Wolltuch), Schüssel mit kaltem Wasser (circa 10 bis 18 Grad), bei Kindern unter zwei Jahren lauwarmes (22 Grad) verwenden Vorbereitung: Vor der Anwendung auf gute Vorerwärmung achten (zum Beispiel durch ein warmes Getränk). Anleitung: Das Innentuch nass machen, gut auswringen und möglichste faltenlos von den Fußgelenken bis unter die Knie anlegen. Darüber das trockene Zwischentuch legen und die Wollsocken anziehen bzw. die Wolldecke darüber legen. Bettruhe einhalten. Nach Abnahme des Wickels die Stelle gut nachtrocknen. Ein trockenes Handtuch oder einen Schal umlegen und einige Zeit nachwärmen. Circa fünfzehn Minuten aufliegen lassen bzw. abnehmen, wenn der Wickel nicht mehr als kalt empfunden wird. Mehrmals täglich anwenden. Risiken: Nicht anwenden bei Temperaturanstieg (Schüttelfrost), beginnenden Erkältungskrankheiten mit Frösteln sowie akuten Harnwegsinfekten. Wenn sich der Wickel nicht innerhalb von fünf bis zehn Minuten erwärmt, abnehmen. Autor: Carolin Kopp Datum: 27. November 2009
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Hausmittel: Halsschmerzen 1. Prießnitz- Halswickel (kalt) Anwendung: akute Halsentzündungen, akute und chronische Entzündungen im Nasen- Rachen-Raum und in den Nasennebenhöhlen Wirkung: wärmeentziehend, entzündungshemmend, schmerzlindernd, abschwellend Material: Innentuch (Leintuch), Zwischentuch (Lein- oder Handtuch), Außentuch (Wollschal), Badethermometer, Schüssel mit kaltem Wasser (zehn bis 18 Grad) Vorbereitung: Vor der Anwendung auf gute Vorerwärmung achten (zum Beispiel durch ein warmes Getränk) Anleitung: Innentuch nass machen, gut auswringen und möglichste faltenlos um den Hals anlegen, die Halswirbelsäule dabei aussparen. Darüber Zwischentuch und Wollschal zirkulär anlegen und feststecken. Bettruhe einhalten. Nach Abnahme des Wickels die Stelle gut nachtrocknen. Ein trockenes Handtuch oder einen Schal umlegen und einige Zeit nachwärmen. Bei akuten Entzündungen den Wickel abnehmen, wenn er sich erwärmt hat. Einmal täglich anwenden solange die Entzündung besteht. Bei chronischen Entzündungen mehrere Stunden oder über Nacht mehrere Wochen lang anwenden. Risiken: Nicht einsetzen bei Temperaturanstieg (Schüttelfrost) und beginnenden Erkältungskrankheiten. Wenn sich der Wickel nicht innerhalb von fünf bis zehn Minuten erwärmt, abnehmen. 2. Salbei- Tee Anwendung: Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut Wirkung: Antibakteriell, schleimlösend, entzündungshemmend, das Wachstum von Keimen und Viren hemmend, schweißhemmend Anleitung: Zwei Teelöffel getrocknete oder einige Blätter frischen Salbei in eine Tasse geben, mit heißem Wasser aufgießen, zugedeckt zehn Minuten ziehen lassen und mehrmals täglich eine Tasse trinken. Alternativ: Ein bis zwei Tropfen ätherisches Öl mit heißem Wasser aufgießen. Risiken: Nicht während Schwangerschaft und Stillzeit anwenden. Autor: Carolin Kopp Datum: 27. November 2009
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Hausmittel: Ohrenschmerzen 1. Zwiebelwickel Anwendung: Ohrenschmerzen, zum Beispiel bei Mittelohrentzündungen. Gut geeignet für Kinder. Wirkung: Antibakteriell, schmerzstillend, entzündungshemmend Material: Eine halbe frische Speisezwiebel, Stofftaschentuch, Klebeband oder Schnur, Stofftuch oder Stirnband zum Fixieren, Brettchen, Messer Anleitung: Die Zwiebel in kleine Stückchen schneiden, in das Stofftaschentuch wickeln, zubinden und zwischen zwei Wärmflaschen oder auf umgedrehtem Topfdeckel über kochendem Wasser erwärmen. Die erwärmte Auflage auf das schmerzende Ohr legen und mit dem Stofftuch oder Stirnband fixieren. Mindestens 20 Minuten aufliegen lassen und danach wegwerfen. Zwei bis dreimal täglich anwenden. Auch gut über Nacht anwendbar. Autor: Carolin Kopp Datum: 27. November 2009
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Hausmittel: Blasenentzündung 1. Sitzbad Anwendung: Blasen- und Harnwegsinfektionen Wirkung: Durchblutungsfördernd, entzündungshemmend Material: Badethermometer, Sitzbadewanne oder große Schüssel oder Badewanne mit warmem Wasser (36 bis 38° C) Anleitung: Am besten eignet sich eine Sitzbadewanne bzw. eine große Schüssel zum Hineinsetzen (zum Beispiel ein Wäschekorb). Man kann sich jedoch auch in eine normale Badewanne setzen: So hineinsetzen, dass man mit dem Rücken an der Längsseite der Badewanne anlehnt (also im Vergleich zur gewöhnlichen Sitzposition um 90 Grad gedreht) und die Unterschenkel über den Rad der Badewanne hinaus hängen. Die Unterschenkel warm halten (zum Beispiel in ein Handtuch einwickeln). Der Oberkörper muss auch (circa bis zum Rippenbogen) außerhalb des Wassers liegen und warm bedeckt werden (zum Beispiel mit einem Handtuch). Nach dem Bad kurz abkühlen und circa 30 Minuten Bettruhe einhalten. Das Sitzbad sollte ein- bis zweimal täglich über eine Zeit von zehn bis 20 Minuten. Durchgeführt werden. Risiken: Nicht anwenden bei schwerer Herzinsuffizienz. 2. Brennnessel- Tee Anwendung: Blasen- und Harnwegsinfektionen Wirkung: Entzündungshemmend, schmerzlindernd, harntreibend Anleitung: Drei bis vier Teelöffel zerkleinerte Blätter mit heißem Wasser übergießen und zehn Minuten zugedeckt ziehen lassen und dreimal täglich eine Tasse trinken. Risiken: Allergische Hautausschläge und Magen-Darm-Beschwerden sind möglich. Nicht anwenden bei Wasseransammlungen wegen eingeschränkter Herz- oder Nierentätigkeit. Autor: Carolin Kopp Datum: 27. November 2009
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Hausmittel: Kalte Füße/allgemeines Kälteempfinden 1. Ansteigendes Fußbad Anwendung: Allgemeines Kälteempfinden, kalte Füße. Weitere: Hypertonie, akute und chronische Harnwegsinfekte, Erkältungskrankheiten im Anfangsstadium, chronische Stirn- und Nasennebenhöhlenentzündungen, Menstruationsbeschwerden Wirkung: Durchblutungsfördernd, erwärmend, kreislaufentlastend Material: Stuhl, Eimer, Badethermometer, Handtuch Anleitung: Die Beine in den Eimer mit circa 36 bis 37° C warmem Wasser stellen, das bis zur Hälfte der Beine reicht (Eimer am besten in die Bade- oder Duschwanne stellen). Langsam warmes Wasser nachgießen bis eine Temperatur von 39 bis 40° C erreicht ist. Die Beine circa 15 Minuten im Wasser lassen. Danach eine Nachruhe von circa 30 bis 60 Minuten einhalten. Den Körper insgesamt warm halten (zum Beispiel mit einer Wolldecke). Risiken: Bei Unwohlsein wie Schwindel und beschleunigtem Herzschlag Behandlung beenden. 2. Rosmarin- Tee Anwendung: Allgemeines Kälteempfinden, kalte Füße. Weitere: Verdauungsbeschwerden, Durchblutungsstörungen Wirkung: Verdauungsfördernd, durchblutungsfördernd, kreislaufanregend Anleitung: Einen Teelöffel Blätter mit 150 Milliliter kochendem Wasser übergießen, 15 Minuten ziehen zugedeckt lassen und mehrmals am Tag eine Tasse trinken. Risiken: Nicht während Schwangerschaft und Stillzeit anwenden. Weitere Informationen Autor: Carolin Kopp Datum: 27. November 2009 Quellen: Bachmann, S., Längler, A.: Hausmittel in der modernen Medizin. Elsevier 2005 Bäumler, S.: Heilpflanzenpraxis heute: Porträts, Rezepturen, Anwendung. Urban & Fischer, Elsevier, München 2006 Baumgärtner, B., Best, B., Sonn, A.: Wickel und Auflagen. Alternative Pflegemethoden erfolgreich anwenden. Thieme, Stuttgart 2004 Fischer- Rizzi, S.: Himmlische Düfte. Aromatherapie: Anwendung wohlriechender Pflanzenessenzen und ihre Wirkung auf Körper und Seele. Hugendubel, München 1991 Grünwald, J., Jänicke, C.: Grüne Apotheke. GU, München 2004 Melchart, D. et al (Hrg.): Naturheilverfahren. Leitfaden für die ärztliche Aus-, Fort- und Weiterbildung. Schattauer, Stuttgart 2008
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Hausmittel;Alternative Heilmethoden;Erkältung;Schnupfen;Husten;Ohrenschmerzen;Fieber;Wadenwickel |
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