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Schnarchen: Ursachen Circa 10 bis 30 Prozent der Erwachsenen, vor allem Männer, schnarchen im Schlaf. Manche Schnarcher können einen hohen Geräuschpegel erreichen, der nicht nur den Partner sondern auch ihren eigenen Schlaf stört. Selten wacht der Betroffene durch sein eigenes "Sägen" auf, doch die Tiefschlafphasen leiden und die Regeneration bleibt auf der Strecke. Die Schnarchgeräusche entstehen dadurch, dass im Schlaf die Spannkraft der Muskeln nachlässt. Besonders wenn man auf dem Rücken liegt, rutschen Zunge und Unterkiefer etwas nach hinten, was den aus der Nasenhöhle kommenden Luftstrom behindern kann. Die Folge: der Schläfer atmet durch den Mund, wobei die rasch eingesaugte Luft das Gewebe der oberen Luftwege, besonders den weichen Gaumen und die Gaumensegel, in Schwingungen versetzt. Diese Schwingungen sind als Schnarchlaute hörbar. Auch der Bereich des Zäpfchens, des Zungengrunds, der seitlichen Schlundwände und des Kehlkopfes können Ort der Geräuschentstehung sein. Übergewichtige Menschen sind besonders häufig betroffen, da ihr Leibesumfang sie zwingt, auf dem Rücken zu schlafen und das im Rachen eingelagerte Fett die Schwingungen begünstigt. Autor: Annegret Steinkamp, Viola Booth Datum: 30. Juni 2009
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Schnarchen: Symptome Durch die Störung der Tiefschlafphase in der Nacht und somit der mangelnden nächtlichen Regeneration können folgende Symptome am Tag auftreten:
| • | Müdigkeit | | • | Konzentrationsstörung | | • | Kreislaufregulationsstörung | Autor: Annegret Steinkamp, Viola Booth Datum: 30. Juni 2009
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Schnarchen: Diagnose Treten Schnarch-Symptome und Tagesmüdigkeit auf, muss bei der Diagnose festgestellt werden ob es sich um eine Schlafapnoe handelt. Darunter versteht man nächtliche Atemaussetzer von etwa zehn Sekunden. Diese wird sowohl über Befragungen des Patienten als auch über körperliche Untersuchungen festgestellt. Dafür wird der Rachen inspeziert und der Blutdruck gemessen. Mit Hilfe einer Schlafanalyse können die Ursachen für das Schnarchen diagnostiziert werden. Autor: Annegret Steinkamp, Viola Booth Datum: 30. Juni 2009
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Schnarchen: Behandlung Zur Behandlung des Schnarchens können verschiedene Techniken angewandt werden: Mechanische Hilfsmittel: Recht wirkungsvoll sind Aufbiss-Schienen, die vom Zahnarzt angepasst werden müssen. Sie verlagern nachts den Unterkiefer und damit die Zunge nach vorne, um das Schnarchen zu verhindern. Voraussetzungen sind ein gesundes Gebiss und ein gesunder Mundraum. Auch Nasenpflaster oder -dilatatoren sind für manche Schnarcher eine Hilfe. Sie verhindern die Mundatmung und können so das Schnarchen verringern. Daneben gibt es eine Vielzahl von Anti-Schnarch-Apparaten, die entweder den Unterkiefer in Position halten sollen, durch Wecksignale den Schnarcher zu einem Positionswechsel bringen, oder aber die Rückenlage verhindern. Um herauszufinden, ob sie helfen und ob damit ein bequemes Schlafen möglich ist, hilft nur ausprobieren. Operation: Manchem Schnarcher hilft eine Operation. Wenn zum Beispiel die Rachenmandeln zu groß sind oder die Nasenscheidewand verkrümmt ist, wird das Schnarchen nach dem Eingriff unter Umständen leiser. Inzwischen gibt es auch eine Reihe von Verfahren, bei denen man versucht, das flatternde Gaumensegel zu verkleinern. Besonders schonend ist das so genannte RFITT-Verfahren. Dabei werden mit Hitze kleine Narben in das Gaumensegel gesetzt, die zu einer Art „Gewebestraffung“ führen. Mit dem Laser kann man auch Teile des Gaumensegels regelrecht abtragen (LAUP-Verfahren). Relativ neu ist das Implantieren von Polyester-Stifte in das Gaumensegel. Der Arzt muss genau untersuchen, ob die Form und Größe des individuellen Gaumens sich für eine solche Operation eignen. Die Stäbchen können sich auch lösen und müssen dann neu implantiert werden. Der Nachteil bei all diesen Verfahren: Kein Arzt kann die Veränderungen in dem weichen Gewebe durch die Operationen ausreichend einschätzen, d.h. der Effekt ist nicht exakt vorher berechenbar. Außerdem lassen sich die Veränderungen des Gaumensegels durch Hitze oder Laser nicht mehr rückgängig machen. Autor: Annegret Steinkamp, Viola Booth Datum: 30. Juni 2009
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Schnarchen: Prognose Beim Gelegenheitsschnarcher ist die Prognose gut. Tritt das Schnarchen in Verbindung mit Atempausen auf, ist es wichtig eine Schlafapnoe auszuschließen, da diese nur mit einer Behandlung eine günstige Prognose hat. Unbehandelt kann die Erkrankung einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt begünstigen. Autor: Annegret Steinkamp, Viola Booth Datum: 30. Juni 2009
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Schnarchen: Vorbeugung Oft kann der Betroffene das Schnarchen durch Gewichtsreduktion und Verzicht auf Alkohol stark mindern. Körperliche Aktivität und Sport verbessern den Muskeltonus und können Schnarchen somit vorbeugen. Hält man einen regelmäßigen Schlafrhythmus ein, tritt Schnarchen ebenfalls nicht so häufig auf. Auch die Schlafposition spielt eine große Rolle. Schlafen mit leicht erhöhtem Oberkörper verringert das Schnarchrisiko. Seitenschläfer schnarchen am wenigsten, die Rückenlage ist dagegen die ideale Position für kräftiges Schnarchen. Um die Rückenlage zu verhindern, kann man sich zum Beispiel einen Tennisball in das Rückenteil des Pyjamaoberteils einnähen. Weitere Informationen Bundesverband Schlafapnoe Deutschland e.V. (BSD) Autor: Annegret Steinkamp, Viola Booth Datum: 30. Juni 2009 Quellen: Block, B.: Respiratorisches System. Thieme, Stuttgart 2006 Ganz, H.: Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. Walter de Gruyter, Berlin 1996
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Schnarchen;Schlafapnoe;Apnoe;Rhonchopathie;Schlafapnoe-Syndrom;Schlafstörung;Hypoxie |
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