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Atemstillstand: Überprüfung Finden Sie einen bewusstlosen Menschen auf, überprüfen Sie zuerst ob der Betroffene atmet. Dies können Sie am Besten durch ihre Sinne hören, sehen und fühlen.
| • | Hören: Gehen Sie nah an das Gesicht des Betroffenen heran und halten Sie Ihr Ohr direkt über Mund und Nase. So lassen sich auch leise Atemgeräusche hören. Ist die Umgebung zu laut oder die Atemgeräusche zu schwach ist das allerdings sehr schwierig. |
| • | Sehen: Beobachten Sie den Brustkorb des Bewusstlosen, ob sich beim Ein- und Ausatmen der Brustkorb hebt und senkt. |
| • | Fühlen: Die Bewegung des Brustkorbes kann auch erspürt werden. Legen Sie dazu ihre Hand auf den Brustkorb und spüren Sie die Atembewegung. Eine weitere Möglichkeit ist den Luftstrom an der Haut zu spüren. Die Haut an der Wange ist sehr sensibel. Gehen Sie so nah wie möglich mit ihrer Wange über Nase und Mund des Betroffenen und spüren Sie die Ausatemluft. | Der Kopf des Betroffenen sollte, so fern keine offensichtlichen Verletzungen der Wirbelsäule vorliegt, vor der Überprüfung überstreckt werden. Dadurch können Behinderungen der Atmung, wie eine nach hinten gerutschte Zunge oder ein Abknicken des Kehlkopfes, als Ursache ausgeschlossen werden. Autor: Cand. Med. Susanne Günther Datum: 19. November 2009
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Atemstillstand: Beatmung vorbereiten Haben Sie keine Atmung feststellen können, muss der Bewusstlose so schnell wie möglich beatmet werden, sonst führt der Atemstillstand auch zum Kreislaufstillstand. Bevor Sie beatmen, müssen Sie sicherstellen, dass keine Fremdkörper oder Erbrochenes die Atemwege versperren. Ziehen Sie sich dazu die Schutzhandschuhe über und öffnen Sie den Mund des Bewusstlosen. Achten Sie dabei darauf sich nicht am Gebiss des Bewusstlosen zu verletzen. Schieben Sie nicht die Finger zwischen die vordere Zahnleiste, sondern versuchen Sie den Unterkiefer von außen zu umfassen und nach unten zu ziehen. Dann können Sie vorsichtig mit dem Daumen von der Seite in die Mundhöhle fahren und im Bereich der Backenzähne den Oberkiefer nach oben drücken. Autor: Cand. Med. Susanne Günther Datum: 19. November 2009
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Atemstillstand: Beatmung durchführen Die Beatmung kann als Mund-zu-Mund Beatmung oder als Mund-zu-Nasen Beatmung durchgeführt werden. Beide Verfahren sind gleich effektiv. Es gibt sehr kleine Beatmungsmasken oder Beatmungsfolien. Die erleichtern die hygienische Barriere, besonders wenn der Bewusstlose blutet oder erbrochen hat. Mund zu Mund: Überstrecken Sie den Kopf des Betroffenen. Mit Daumen und Zeigefinger der einen Hand halten Sie die Nase zu. Achten Sie darauf, dass das Mundstück der Beatmungsfolie richtig im Mund des Betroffenen liegt. Beatmen Sie ohne Maske oder Folie, müssen Ihre Lippen die Mundöffnung des Betroffenen ganz umschließen und abdichten. Holen Sie tief Luft und blasen Sie gleichmäßig durch das Mundstück, bzw. in die Mundöffnung. Mund zu Nase: Überstrecken Sie den Kopf des Betroffenen. Mit einer Hand drücken Sie sanft den Unterkiefer nach oben und halten so den Mund geschlossen. Mit Ihrem Mund umschließen Sie die Nase des Bewusstlosen und blasen die Luft gleichmäßig in die Nase. Kontrollieren Sie die Beatmung indem Sie auf die Hebung des Brustkorbes achten, bzw. auf das Senken des Brustkorbes nach jeder Atemspende. Autor: Cand. Med. Susanne Günther Datum: 19. November 2009
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Atemstillstand: Intervalle Beatmen Sie so lange bis sich eine spontane Atmung beim Betroffenen einstellt oder Hilfe eingetroffen ist, die die Beatmung übernehmen kann. Sie können die Atemspende in Abständen unterbrechen und die Atmung, wie zu Beginn beschrieben, mit ihren Sinnen zu überprüfen. Die Beatmung sollte sich ungefähr an dem physiologischen Atemrhythmus des Betroffenen orientieren. Säuglinge haben eine höhere Atemfrequenz als Erwachsene. Daher ergeben sich folgende Intervalle:
| • | Säuglinge – 40/min | | • | Kinder – 25 bis 30/min | | • | Jugendliche – 20/min | | • | Erwachsene – 16 bis 18/min | Auch wenn sich eine spontane Atmung eingestellt hat, bleiben Sie solange beim Betroffenen, bis Hilfe eingetroffen ist. Lassen Sie ihn nicht allein! Zum einen kann die Atmung jederzeit erneut aussetzen und eine erneute Atemspende ist notwendig, zum anderen ist der Betroffene in einer so hilflosen Situation, die es ihm nicht möglich macht für seinen eigenen Schutz oder Bedürfnisse einzustehen. Weitere Informationen Deutsches Rotes Kreuz – Erste Hilfe Online Autor: Cand. Med. Susanne Günther Datum: 19. November 2009 Quellen: Deutsches Rotes Kreuz – Erste Hilfe Online
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Atemstillstand;beatmen;Herzdruckmassage;Erste Hilfe;stabile Seitenlage;Rettungswagen;Notruf |
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