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Akne: Ursachen Die Akne ist eine Hautkrankheit, bei der sich die Talgdrüsen entzünden. Die häufigste Form ist Akne vulgaris, die vor allem in der Pubertät auftritt. Durch eine Verstopfung der Talgdrüsen kann der Talg nicht mehr austreten und es bilden sich Komedonen (Mitesser). Je nach Schwere der Akne werden diese von Bakterien besiedelt, entzünden sich und können zu Pusteln werden (Akne papulopustulosa), seltener zu Knoten (Akne nodosa). Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. April 2008
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Akne: Symptome Fast alle Jugendlichen haben im Laufe der Pubertät Akne in unterschiedlich schwerer Form. Die Bandbreite reicht von einigen Pickeln bis hin zu behandlungsbedürftiger großflächiger Akne. Vor allem in Bereichen, in denen sich vermehrt Talgdrüsenfollikel befinden, also im Gesicht, auf dem Rücken und der Brust, tritt Akne auf. Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. April 2008
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Akne: Behandlung Die Behandlung der Akne richtet sich nach dem Schweregrad, der Entwicklungsgeschwindigkeit, Alter und Hauttyp. Allgemeine Ziele der Akne-Therapie sind die Entfernung von Verhornungen, die Verminderung der Talgproduktion und das Eindämmen der Entzündungen. Auch psychosoziale Faktoren werden berücksichtigt, weil Akne zu Selbstwertproblemen führen kann. Zur Akne-Behandlung stehen medikamentöse und äußere Behandlungsmöglichkeiten zur Wahl, die sich auch miteinander kombinieren lassen. Äußere Behandlungsmöglichkeiten:
| • | So genannte Antikomedogene und keralytische Substanzen wie Tretinoin, Isotretinoin, Adapalene, Azelainsäure und Salizylsäure lösen die Hornschicht der Haut und wirken glättend. |
| • | Antimikrobielle Wirkstoffe vermindern die weitere Entzündung und Ausbreitung der Akne. Zu diesen Substanzen zählen Benzoylperoxid, Zink, desinfizierende Mittel und äußerliche Antibiotika. Sie werden in der Regel über mehrere Wochen angewandt. | Medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten:
| • | Die Einnahme von Antibiotika (zum Beispiel Tetrazyklin, Clindamycin, Trimethoprim oder Sulfamethoxazol) kann die Akne lindern. Antibiotika hemmen die Bakterien in den verstopften Talgdrüsen und wirken so gegen die Entzündung. Mögliche Nebenwirkungen der Antibiotika sind Magen-Darm-Beschwerden oder Allergien. |
| • | Akne-Medikamente mit dem Wirkstoff Isotretinoin verringern die Talgproduktion und verengen die Talgdrüsen. Wegen möglicher Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Leberschäden oder Bindehautentzündungen müssen Nutzen und Risiko der Behandlung abgewogen werden. |
| • | Antiandrogene sind Substanzen, die männliche Sexualhormone hemmen und für Frauen zur Akne-Behandlung in Frage kommen. Östrogen-Gestagen-Präparate sollen die Talgproduktion hemmen und die Verhornung der Talgdrüsen vermindern. In der Regel wird hierfür die Anti-Baby-Pille eingesetzt, die gleichzeitig auch eine empfängnisverhütende Wirkung hat. |
| • | Es ist ratsam, die von Akne betroffenen Hautregionen nur mit pH-neutralen, milden Waschsyndets zu reinigen. Zu häufiges Reinigen mit aggressiven Substanzen zerstört das Hautmilieu und kann zu einer Verschlimmerung der Akne führen. | Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. April 2008
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Akne: Diagnose Bei einem Gespräch über die Krankheitsgeschichte werden neben den Symptomen auch Zeitpunkt des Auftretens, Entwicklung der Akne, andere Hauterkrankungen und die familiäre Häufung besprochen. Die bisherige Behandlung der Akne mit kosmetischen Produkten und frei verkäuflichen Aknepräparaten sowie mögliche Allergien oder Medikamenteneinnahme spielen bei der Diagnose ebenfalls eine Rolle. Anschließend erfolgen eine ausführliche Untersuchung der betroffenen Regionen und die Einteilung nach Schweregrad, von der sich die weitere Behandlung ableitet. Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. April 2008
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Akne: Prognose Akne tritt bei den meisten Jugendlichen zwischen dem zehnten und zwölften Lebensjahr erstmals auf. Obwohl beide Geschlechter gleichermaßen betroffen sind, verläuft sie bei Jungen meist schwerer als bei Mädchen. Zwischen dem 20. und dem 25. Lebensjahr beginnt die Abheilung. Heilt die Akne nicht ab, spricht man von einer persistierenden Akne (Akne tarda), die noch bis etwa zum 40. Lebensjahr andauern kann. Leichtere Formen der Akne heilen in der Regel ohne Narben ab. Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. April 2008
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Akne: Vorbeugung Bei schwererer entzündlicher Akne können sich Fisteln oder Narben bilden. Entgegen der weit verbreiteten Meinung, dass bestimmte Lebensmittel die Ursache für Akne sind, wurde bisher noch kein Zusammenhang zwischen der Ernährungsweise und dem Entstehen der Akne festgestellt. Komedogene Wirkstoffe in Kosmetikprodukten begünstigen die Entstehung von Akne, deshalb ist es ratsam, beim Kauf von Kosmetika auf den Zusatz „nicht komedogen“ zu achten. Diese Produkte enthalten keine Wirkstoffe, die zur Entstehung von Mitessern (Komedonen) beitragen. Weitere Informationen Aknewelt Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. April 2008 Quellen: Leitlinien der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft: Akne. AWMF-Leitlinien-Register Nr. 013/017 (Stand: 07/1998) Rassner, G. (Hrsg.): Dermatologie. Elsevier, München 2007 Schnaps, K.-P., Kessler, O., Fetzner, U.: Dermatologie, Augenheilkunde, HNO. Springer Medizin Verlag, Heidelberg 2007
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Akne;Pickel;Haut;Pubertät;Teenager;Ausschlag;Mitesser |
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