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Arthrose: Ursachen Eine Arthrose (Gelenkverschleiß) ist ein Gelenkknorpelschaden, der sich durch Schmerzen, Steifheit und Deformierungen des Gelenks äußert. Durch Fehlbelastungen kommt es zu vermehrtem Verschleiß des Gelenkknorpels. Der Gelenkknorpel kann den Knochen nicht mehr ausreichend abfedern, woraufhin der Knochen vermehrt Substanz produziert. Das führt zu Deformierungen des Gelenks. Arthrose tritt vor allem in den Kniegelenken, im Hüftgelenk, an der Wirbelsäule und an den Händen auf. Häufigste Ursache für eine Arthrose sind angeborene oder erworbene Fehlstellungen, zum Beispiel die X-Bein-Stellung. Vor allem bei einer Arthrose von Knie, Hüfte und Wirbelsäule spielt die vermehrte Belastung durch Übergewicht (Adipositas) eine Rolle. Auch Verletzungen mit starker Gewalteinwirkung auf den Gelenkknorpel oder Stoffwechselstörungen wie Diabetes mellitus oder Gicht können eine Arthrose auslösen. Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. April 2008
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Arthrose: Symptome Typische Beschwerde einer Arthrose ist der sogenannte Anlaufschmerz. Nach einer längeren Ruhephase schmerzt das Gelenk, sobald es wieder bewegt wird und bessert sich nach einigen Minuten. Beim Belastungsschmerz treten die Beschwerden erst nach einiger Zeit auf und steigern sich, bis es wieder zu einer Ruhephase kommt. Das Gelenk fühlt sich heiß an oder ist geschwollen. Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. April 2008
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Arthrose: Diagnose Zunächst erkundigt sich der Arzt in einem ausführlichen Gespräch unter anderem nach den Arthrose-Beschwerden. Es folgt eine Untersuchung von Bewegungsumfang und -schmerz. Auch eine Röntgen-Untersuchung ist Teil der Arthrose-Diagnostik. Auf dem Röntgenbild lässt sich der Zustand des betroffenen Gelenks erkennen. Je nach Arthrose-Stadium sind kleine oder deutliche Knochenauswüchse, ein leicht oder stark verschmälerter Gelenkspalt und Verdichtungen des Knochens sichtbar. Vereinzelt werden per Computertomografie (CT) oder Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT) dreidimensionale Aufnahmen des Gelenks angefertigt, beispielsweise um einen Meniskusschaden auszuschließen. Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. April 2008
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Arthrose: Behandlung Hauptziel der Behandlung ist es, das Fortschreiten der Arthrose zu verhindern. Außerdem sollen Schmerzen vermindert und gleichzeitig Beweglichkeit, Gehleistung und damit die Lebensqualität verbessert werden. Mit dem Arzt wird eine individuelle Therapie abgestimmt, die sowohl konservative als auch operative Verfahren enthalten kann. Als Medikamente eignen sich bei einer Arthrose entzündungshemmende und schmerzstillende Präparate wie die sogenannten nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR). Während einer akuten Entzündung kann Kortison direkt in das Gelenk injiziert werden. SYSADOA (Symptomatic Slow Acting Drugs in OA) wie Glucosalminsulfate sind in manchen Fällen für die begleitende Behandlung bei leichter und mittelschwerer Arthrose geeignet. Die Physiotherapie dient der Mobilisierung und Muskelkräftigung und -dehnung bei Arthrose. Auch leichtes, gelenkschonendes Ausdauertraining wie Schwimmen oder Radfahren kräftigt und dehnt die Muskulatur. Kälte-, Wärme- und Elektrotherapie unterstützen die Therapie, ebenso wie orthopädische Hilfsmittel, beispielsweise Fersenkissen oder Puffereinlagen, Bandagen, Keilkissen oder Sitzerhöhungen. Bei der operativen Behandlung der Arthrose kommen gelenkerhaltende Verfahren oder Gelenkersatz-Operationen infrage. Sind Fehlstellungen ursächlich für die Arthrose, werden sie bei gelenkerhaltenden Operationen korrigiert (Osteotomie). Dies vermindert die Belastung des betroffenen Gelenks und verlangsamt das Fortschreiten der Arthrose. Im Rahmen einer Gelenkspiegelung (Arthroskopie) lassen sich Knorpelzellen aus dem Gelenk spülen und anschließend absaugen, um eine Schmerzminderung zu erreichen. Gelenkerhaltende Operationen eignen sich in einem frühen Arthrose-Stadium. Bei jüngeren Patienten stehen die Erfolgschancen einer solchen Operation besser. In Gelenkersatz-Operationen wird anstelle des zerstörten Gelenks ein Implantat eingesetzt. Ein solches Implantat besteht aus Metall (Titanium), Kunststoff oder Keramik. Künstliche Gelenke haben eine Lebensdauer von etwa 15 bis 20 Jahren und müssen dann ausgewechselt werden. Für jüngere Arthrose-Patienten eignet sich diese Methode, wenn aufgrund starker Schmerzen oder einer Gelenkversteifung keine andere Therapie infrage kommt. Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. April 2008
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Arthrose: Prognose Aufgrund des individuellen Verlaufs einer Arthrose ist keine allgemeine Prognose möglich. Da die Beschwerden mit Fortschreiten des Gelenkschadens zunehmen, ist eine frühzeitige Behandlung wichtig, um Schmerzen zu lindern und die Lebensqualität zu erhöhen. Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. April 2008
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Arthrose: Vorbeugung Eine starke Muskulatur schützt die Gelenke, deshalb ist es ratsam, bei einer Arthrose Sport zu treiben, die Muskulatur zu stärken und gleichzeitig Überlastungen der Gelenke zu vermeiden. Durch eine Ultraschall-Untersuchung lassen sich Gelenkdeformationen bereits bei Neugeborenen feststellen und behandeln. Weitere Informationen Arthrose-Selbsthilfe Fischer, J.: Das Arthrose Stopp-Programm. TRIAS, Stuttgart 2008 Hermichen, H.G.: Gut leben mit dem neuen Hüftgelenk. TRIAS, Stuttgart 2001 Schönle, Ch.: Schmerzfrei & beweglich mit dem neuen Hüftgelenk. TRIAS, Stuttgart 2008 Autor: Karin Wunder, Dr. med. Martina Waitz Datum: 01. April 2008 Quellen: Fischer-Börold, C., Krumme, F.: Arthrose. Schlütersche, Hannover 2007 Greenspan, A. (Hrsg.): Skelettradiologie. Orthopädie, Traumatologie, Rheumatologie, Onkologie. Urban & Fischer bei Elsevier, München 2007 Lahme, A., Klein-Vogelbach, S., Spirgi-Gantert, I.: Berufsbedingte Erkrankungen bei Musikern. Springer, Berlin 2000 Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie und des Berufsverbandes der Ärzte für Orthopädie (BVO): Gonarthrose. AWMF-Leitlinien-Register Nr. 033/004 (Stand: 04/2002) Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie und des Berufsverbandes der Ärzte für Orthopädie (BVO): Koxarthrose. AWMF-Leitlinien-Register Nr. 033/001 (Stand: 04/2002)
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Arthrose;Gelenkknorpel;Abnutzung;Gelenkspiegelung;Einlaufschmerz |
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